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CDU Radolfzell will Umsetzung der Projekte bis zur nächsten Gemeinderatswahl

Die CDU-Gemeinderatsfraktion und der CDU-Stadtverband Radolfzell wollen ein Vierjahresprogramm für Energieeffizienz der Kommune. Schwerpunkte sollen die neuen Bau- und Gewerbegebiete Kreuzbühl und Lindenbühl sein. Zusätzlich soll die Straßenbeleuchtung in vier Jahren komplett auf möglichst einheitliche LED-Beleuchtung umgestellt werden.Der dritte Bereich sind die kommunalen Gebäude, die in Zeiten niedriger Zinsen vordringlich saniert werden sollen. Abgerundet wird das Radolfzeller Energieeffizenz-Programm der CDU durch einen Ausbau der Beratung des neuen Klimaschutzmanagers der Stadt in Kooperation mit der Energieagentur Konstanz. Sie soll zukünftig Geld von der Stadt Radolfzell bekommen, die dadurch höhere Zuschüsse des Landes und damit einen Gewinn realisieren kann.

„Die Gebäude der Stadt sollen Vorbilder für Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien in Radolfzell werden“, erklärt Karin Vögele, Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, Beispielhaft dafür sei das hervorragend sanierte Gebäude für wohnsitzlose Menschen in der Schlesierstraße. Die CDU will sich dafür einsetzen, dass die anderen drei Gebäude der Stadt, die dem gleichen Zweck dienen, bis zum Jahr 2019, also in der laufenden Wahlperiode ebenfalls saniert werden. Dies soll ein Beitrag für Klimaschutz und Soziales sind und damit ein Optimalfall der Umsetzung der Idee der Nachhaltigkeit, da dadurch in Zukunft auch Betriebskosten eingespart werden können.

Doch auch bei den übrigen städtischen Liegenschaften wie Turnhallen, Schulen, Verwaltungs- und Wohngebäuden, will die CDU eine schnellere Umsetzung der langen Sanierungslisten, die in den Schubladen schlummern. Im ersten Schritt sollen die Dinge umgesetzt werden, die sich schnell rechnen, wie der Ersatz von Lüftungsanlagen, Heizungspumpen oder alten Heizungen. Doch dann soll es auch ein ehrgeiziges Investitionsprogramm geben, das über den Haushalt oder über Contracting zügig umgesetzt wird. Die Phase niedriger Zinsen soll unbedingt genutzt werden.

Ein Umdenken fordert CDU-Fraktionsvorsitzender Bernhard Diehl auch bei der Straßenbeleuchtung. Die bisherige Strategie, sich in sehr kleinen und immer wieder ändernden Schritten durch die Straßen der Stadt zu bewegen, führt zu einem unüberschaubaren Mosaik von Lampen und Leuchten und bringt zu wenig für den Klimaschutz. Auch Reparatur und Wartung werden so langfristig zum aufwändigen Kostentreiber. Stattdessen sollen in den kommenden vier Jahren die Ortsteile und große Teile der Kernstadt im Rahmen einer konsistenten Gesamtplanung auf LED umgestellt werden. Auch hier soll geprüft werden, wo das eigene Investment gewählt wird, und wo Contracting die bessere Alternative ist.

Bei den neuen Wohn- und Gewerbegebieten Lindenbühl und Kreuzbühl soll die Zukunftsfähigkeit von Beginn an „eingebaut“ werden. Nahwärmenetze mit Erdgas-KWK und möglicherweise mit erneuerbaren Energien im Mix, können umgesetzt werden, weil beide Flächen sicherlich sehr schnell bebaut werden. Für Bauherren und Unternehmen, die besonders energieeffizient bauen und erneuerbare Energie einsetzen, soll es im Rahmen der Möglichkeiten der Stadt Radolfzell finanzielle Anreize geben. Ziel der CDU sind attraktive Modellprojekte, die Menschen und Unternehmen anziehen und geringe Betriebskosten mit Klimaschutz verbinden. Das bringt manchmal mehr als Verbote.

Abgerundet wird das Konzept durch eine Strategie der noch intensiveren Beratung von Bürgerinnen und Bürgern, aber auch vom Radolfzeller Gewerbe zu Energiefragen. Das ist für die CDU die wichtigste Aufgabe des neu einzustellenden Klimaschutzmanagers oder einer Managerin in Zusammenarbeit mit der Energieagentur Konstanz und dem WERK-Team, das seit Jahren gute Arbeit leistet. Der Klimaschutzmanager braucht dabei eine langfristige Perspektive über den Förderzeitraum des Bundes hinaus und Radolfzell braucht langfristig einen guten und motivierten Klimaschutzmanager, der die Klimaschutzstrategie auf dem Weg zur Umwelthauptstadt umsetzt.


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